Hörfeld Moor
Mit 145 Hektar ist das Hörfeld das größte inneralpine zusammenhängende Moorgebiet. Aus der Luft stellt es sich als feines Mosaik aus Blau und Grün, Moor und Fluss, Land und Wasser dar. Der unberührte Hörfeldbach, die geheimnisvollen Quelltümpel und sensiblen Schwingrasen gehören zum Schönsten, was die Natur zu bieten hat.
Im Moor lebt eine artenreiche Tierwelt; vor allem Schmetterlinge, Libellen, Käfer und andere Kleinlebewesen. Eine Ursache ist der unterschiedliche Bodenaufbau, der aus bis zu 8 m mächtigen Torfschichten sowie Schotter- und Feinsedimentbereichen besteht. Aber auch Jahrhunderte lange menschliche Nutzung erhöhte teilweise die Vielfalt. 116 Vogelarten sind hier nachgewiesen, darunter gefährdete Arten wie die Wasserralle, der Schwarzstorch, die Maskenstelze, verschiedene Rohrsängerarten, Schwirle und der Karmingimpel. Auch Krickente, Wasseramsel und Eisvogel findet man hier. Außerdem findet man seltene Moorpflanzen wie den Fieberklee, den Zungenhahnenfuß und die Knabenkraut-Arten Breitblättrig und Fleischfärbig (einige der wenigen heimischen Orchideen).
Im Rahmen der „Ramsar-Konvention“ steht das Hörfeld in der Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung und ist auch Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“.
Was ist die Ramsar Konvention?
1971 wurde zum Schutz von Feuchtgebieten das internationale Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von internationaler Bedeutung in der kleinen iranischen Stadt Ramsar vereinbart. Das Übereinkommen wurde bis zum Jahr 2000 von 119 Staaten ratifiziert. Mittlerweile sind weltweit mehr als 1021 Ramsar-Feuchtgebiete mit einer Gesamtfläche von über 80 Mio. Hektar erfasst.









